Wie wird man Funkamateur?

Ganz einfach: indem man bei der "Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post" (RegTP) eine sogenannte Lizenzprüfung ablegt.

Ok, so einfach ist es dann auch wieder nicht, denn vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt...
Und so ist es notwendig, daß man sich vor der Prüfung ernsthaft mit dem ganzen Bereich "Amateurfunk" auseinandersetzt und sich die nötigen Kenntnisse erwirbt. Und das geht am besten, indem man sich anderen Funkfreunden anschließt: In vielen Ortsverbänden des DARC finden mehr oder weniger regelmäßig Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Lizenzprüfung statt. Naturlich kann man auch allein oder per Fernschule lernen, der Lehrgang im OV hat aber einen gewaltigen Vorteil: man kann sofort nachfragen, wenn einem irgendwas unklar ist. Abgesehen davon - im Gegensatz zu üblichen Klischees sind Funkamateure in der Regel sehr gesellige Leute, und in der Gemeinschaft macht das Lernen doch mehr Spaß als allein im Kämmerlein, umgeben von Papierbergen...

Was wird denn nun eigentlich geprüft?

Das hängt ganz davon ab, welche Lizenzklasse man erwerben möchte:

Lizenzklasse 1:
  • technische Kenntnisse (Technik)
  • betriebliche Regelungen und Vorschriften (Betriebstechnik)
  • nationale und internationale Vorschriften (Gesetzeskunde)
  • Hören und Geben von Morsezeichen (Praxis)
Lizenzklasse 2:
  • technische Kenntnisse (Technik)
  • betriebliche Regelungen und Vorschriften (Betriebstechnik)
  • nationale und internationale Vorschriften (Gesetzeskunde)
Lizenzklasse 3: nur die wesentlichen Grundzüge der technischen und betrieblichen Kenntnisse und der Kenntnisse über nationale und internationale Vorschriften

Eine weit ausführlichere Darstellung findet sich z.B. unter http://www.darc.de/fr-wie.html.