das Nephentes-Terrarium

Die Nepenthes waren eigentlich einer der Fälle, wo meine Hände schneller waren als mein Gehirn (siehe auch "Aller Anfang ist schwer..."): Die Pflanzen haben mir gefallen, also wurden sie gekauft. Welche Ansprüche sie stellen, wurde mir erst nachher bewußt: Nachdem ich die Pflanzen anfangs einfach im Gewächshaus abgestellt hatte, machten sie mir mit vertrocknenden Kannen und Blättern sehr nachdrücklich ihre Probleme klar. Eine kurzfristige Notlösung bestand erstmal in über die Pflanzen gestülpten Folienbeuteln (später durch eine Röhre ersetzt), um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Aber ein Dauerzustand sollte das natürlich nicht bleiben, also mußte ein Terrarium her.

Als Standort hatte ich mir eine Fensterbank in Südostlage ausgesucht. Da diese aber nicht übermäßig breit war, war wohl oder übel Selbstbau angesagt. Als Material für das Terrarium wurden 4mm-Platten aus glasklarem Polytyrol verwendet. Glas wäre zwar vermutlich billiger gewesen, ist aber bei weitem schwerer und läßt sich IMHO auch nicht so leicht verarbeiten. Die Platten wurden dabei mit Polystyrolkleber stumpf verklebt und zusätzlich noch mit Acryl verfugt. Die Grundfläche des Terrariums beträgt 50x25cm, die Höhe ebenfalls 50cm (mal sehen, wie lange die Nepenthes bis nach oben brauchen...). Boden, Seitenteile, Rückwand und eine 25cm hohe Frontplatte sind dabei starr verklebt, der Deckel und die oberen 25cm der Vorderseite bestehen aus 3mm-PS-Platten und sind abnehmbar.

Mittlerweile steht das Terrarium im Arbeitszimmer auf dem Fußboden, da es auf dem Fensterbrett doch etwas im Weg war (zumindest unserer Katze). Als Beleuchtung dient ein 150-Watt-HQI-Strahler, der sich rund 50cm über dem Terrarium befindet. Die Lichtmenge scheint ausreichend, da alle Pflanzen kräftig ausgefärbt sind. Eine zusätzliche Heizung existiert nicht, die Temperatur schwankt mit der Zimmertemperatur zwischen 15C und 25C. Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium schwankt zwischen 70% und 85%.

Im Terrarium stehen im Moment je eine

in substratgefüllten Töpfen auf einer dicken Schicht Blähton. Mal sehen, wann ihnen der Platz zu knapp wird. Außerdem sind im Moment noch Drosera aliciae und Cephalotus follicularis einquartiert, bis das nächste Terrarium fertig ist.

Eigentlich würde ich ja für die Nepenthes gern ein größeres Terrarium aufbauen, allerdings reicht dafür im Moment der Platz nicht aus. Sollten die Bauarbeiten allerdings irgendwann einmal abgeschlossen sein...